Der Mensch unterscheidet sich vom Tier in seiner Fähigkeit, äußeren Reizen nicht unbedingt nachgeben zu müssen. Das Bewusstsein ermöglicht es ihm seine sinnlichen Eindrücke zu bewerten und ggf. Abstand zu nehmen…konnte man meinen.
Während in früheren Zeiten der Überfluss einer kleinen Bevölkerungsschicht vorbehalten war, hat der Kapitalismus den Massenkonsum mit all seinen raffinierten und plumpen Möglichkeiten geschaffen.
In der Gruppenausstellung beschäftigen sich die Künstler mit unterschiedlichen Aspekten von Konsum und „dem Zuviel“. Die Ausstellung soll nicht moralisch werten, sondern aufzeigen, welche Facetten die einstige Todsünde heute zeitigt.
mit: Nora Arrieta, Daniel Grams, Rainer Jacob, Stephan Kopiczinski, Timo Leithäuser, Robert Matthes, Thomas Fiebig
Robert Matthes „Sichtjäger VII“ (Detail), Acryl/Lwd(mehr …)
Finissage 08.11.24, ab 18 Uhr / Frank Schäpel wird anwesend sein
Es werden Gemälde und Zeichnungen der letzten Jahre gezeigt, die sich mit geschichtlichen Ereignissen, gegenwärtigen gesellschaftlichen Verwerfungen und religiösen Phänomenen beschäftigen. Dabei werden Themen behandelt, die im veröffentlichten Diskurs gern ausgeblendet werden.
Verbrechen im Migrationskontext, Coronaschäden, das Leid von Deutschen im zweiten Weltkrieg oder religiöse Erscheinungen sind nicht gerade Inhalte, die gern und oft publiziert oder anderweitig dargestellt werden.
Insofern stellen Frank J. Schäpels Arbeiten und sein künstlerischer Ansatz ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Kunstlandschaft dar.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, den sie als Bildschirmversersion herunterladen können. Darin finden sich Titel und Angaben zu den ausgestellten Werken, die zum Verständnis unumgänglich sind.
Frank J. Schäpel
1973 in Vechta i.O. geboren
1990-1992 Hochschule für Künste Bremen
1997-2002 Universität der Künste (UdK) Berlin: Meisterschüler von Georg Baselitz
2004-2006 Studium der Anatomie (Sektion) Humboldt-Universität Berlin