In der Ausstellung zeigt Reinhard Hennig großformatige Porträts von Dauercampern. Demgegenüber stehen Fotos von Thomas Fiebig und einem verwahrlosten Campingplatz, wo sich die Natur ihr Terrain zurück holt. So stellt sich der Eindruck von „Vorher und Nachher“ ein, auch wenn es sich nicht um die selben Orte handelt.
Der Gegensatz könnte nicht größer sein. Einerseits das Paradies am Wannsee, wo kleinbürgerliche Tugenden in liebevoller Schrulligkeit gepflegt werden. Andererseits die grausame Realität des Verfalls durch Zerstörung und Vandalismus, wo nur die Natur als Sieger übrig bleibt.
Malerei, Grafik, Objekt 26.04.–25.05.2024 Vernissage 25.04.24 19 Uhr
Kunst kann auch Spaß machen. Vielleicht lässt sich so das Konzept der Ausstellung mit den drei Künstlern aus Lüttich, Berlin und Leipzig beschreiben. Popkulturelle Zitate verbinden sich mit grafischer und illustrativer Gestaltung zu einem Kosmos von abstrusen, komischen und hintersinnigen Szenerien.
Ikonografien der Neuzeit, wie Comicfiguren, Logos und Labels sind Material und Basis von Interpretationen. Warenfetischismus und Konsumverhalten werden hinterfragt und durch spielerische Elemente ergänzt, die eine Brücke zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit schlagen.
Die Ausstellung wird von Robert Deutsch kuratiert.