Schönheit?
10 Künstler-10 Antworten
22.01.26 - 08.03.26
Vernissage 22.01.26 / 19 Uhr
Der Begriff der Schönheit als ästhetisches Kriterium ist in der bildenden Kunst nahezu irrelevant geworden. Das ist bemerkenswert, denn gleichwohl muss sich jeder Schaffende von Kunstwerken dazu positionieren. Jede Gestaltung setzt Entscheidungen voraus, die das Entstehende strukturieren und ins rechte Maß bringen müssen. Selbst wenn man dem Zufall einen entscheidenden Anteil am Werk überlässt, liegt die Beurteilung und Autorisierung in den Händen des Künstlers und entzieht sich nicht der ästhetischen Beurteilung.
Der Einwand, dass das Werk in eine Form zu bringen, nicht zwangsläufig bedeutet "Schönheit" anzustreben, ist richtig. Es verkennt aber die Unumgänglichkeit unserer bewussten und unbewussten Wertvorstellungen in Bezug auf Ausgewogenheit, Harmonie und anzustrebender Vollkommenheit. Selbst die Negation dieser positiv besetzen Gestaltungsideale schließt diese dann mit ein.
In diesem Sinne ist es nicht Ziel der Ausstellung "schöne Kunst" zu präsentieren. Vielmehr geht es um die Bewusstmachung von ästhetischen Maßstäben in Beziehung zu den genannten positiv empfundenen Gestaltungsidealen, die wir Schönheit nennen.
Neben den Werken werden kurze Statements der Künstler zu finden sein, wie diese sich dazu positionieren.
Wir freuen uns folgende Künstler präsentieren zu dürfen:
Elisabeth Bandur, Sebastian Hennig, Georg Kleefass, Christoph Liedtke, Agata Maas, Ulrich Moskopp, Chris Löhmann, Frank J. Schäpel, Katja Schütt, Thomas Fiebig
