Chris Löhmanns Bildwelten sind radikal.
Radikal bedeutet hinab zu steigen, auf den Grund gehen, in die Unterwelt der persönlichen und kollektiven Sedimente.
Kultur und Geschichte verdichten sich in Existenzen und Landschaften, aus deren Wunden das Neue sprießt. Keine Auferstehung ohne Abgrund.
Löhmann arbeitet aus seiner Person heraus. Seine Bilder sind nicht abstrakt, nicht konstruiert. Sie sind Kärnerarbeit des Da-Seins. Das Graben im Dreck. Nur so lassen sich Schätze heben. Vom Kleinen zum Großen. Vom Eigenen zum Anderen. Vom Hier, die Welt erfassen.
Gezeigt werden Zeichnungen und Druckgrafiken des in Königstein/Sachsen lebenden Künstlers und Absolvent der HfBK Dresden.
Die komplexen, erzählerischen und bildgewaltigen Arbeiten der letzten Jahre sind eine Premiere in Leipzig und grandioser Auftakt des Ausstellungsjahres 2025 der Galerie.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher gedruckter Katalog. In digitaler Version zum herunterladen auch hier als PDF.
„Die Offenbarung des Johannes (östlicher Blick auf Freital Deuben)“ Pigmentstift und Feder auf Karton, 60x70cm, 2021(mehr …)
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier in seiner Fähigkeit, äußeren Reizen nicht unbedingt nachgeben zu müssen. Das Bewusstsein ermöglicht es ihm seine sinnlichen Eindrücke zu bewerten und ggf. Abstand zu nehmen…konnte man meinen.
Während in früheren Zeiten der Überfluss einer kleinen Bevölkerungsschicht vorbehalten war, hat der Kapitalismus den Massenkonsum mit all seinen raffinierten und plumpen Möglichkeiten geschaffen.
In der Gruppenausstellung beschäftigen sich die Künstler mit unterschiedlichen Aspekten von Konsum und „dem Zuviel“. Die Ausstellung soll nicht moralisch werten, sondern aufzeigen, welche Facetten die einstige Todsünde heute zeitigt.
mit: Nora Arrieta, Daniel Grams, Rainer Jacob, Stephan Kopiczinski, Timo Leithäuser, Robert Matthes, Thomas Fiebig
Robert Matthes „Sichtjäger VII“ (Detail), Acryl/Lwd(mehr …)