Finissage 08.11.24, ab 18 Uhr / Frank Schäpel wird anwesend sein
Es werden Gemälde und Zeichnungen der letzten Jahre gezeigt, die sich mit geschichtlichen Ereignissen, gegenwärtigen gesellschaftlichen Verwerfungen und religiösen Phänomenen beschäftigen. Dabei werden Themen behandelt, die im veröffentlichten Diskurs gern ausgeblendet werden.
Verbrechen im Migrationskontext, Coronaschäden, das Leid von Deutschen im zweiten Weltkrieg oder religiöse Erscheinungen sind nicht gerade Inhalte, die gern und oft publiziert oder anderweitig dargestellt werden.
Insofern stellen Frank J. Schäpels Arbeiten und sein künstlerischer Ansatz ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Kunstlandschaft dar.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, den sie als Bildschirmversersion herunterladen können. Darin finden sich Titel und Angaben zu den ausgestellten Werken, die zum Verständnis unumgänglich sind.
Frank J. Schäpel
1973 in Vechta i.O. geboren
1990-1992 Hochschule für Künste Bremen
1997-2002 Universität der Künste (UdK) Berlin: Meisterschüler von Georg Baselitz
2004-2006 Studium der Anatomie (Sektion) Humboldt-Universität Berlin
In der Ausstellung zeigt Reinhard Hennig großformatige Porträts von Dauercampern. Demgegenüber stehen Fotos von Thomas Fiebig und einem verwahrlosten Campingplatz, wo sich die Natur ihr Terrain zurück holt. So stellt sich der Eindruck von „Vorher und Nachher“ ein, auch wenn es sich nicht um die selben Orte handelt.
Der Gegensatz könnte nicht größer sein. Einerseits das Paradies am Wannsee, wo kleinbürgerliche Tugenden in liebevoller Schrulligkeit gepflegt werden. Andererseits die grausame Realität des Verfalls durch Zerstörung und Vandalismus, wo nur die Natur als Sieger übrig bleibt.