• Jurek Rotha „Übergang“

    03.04.25 – 10.05.25

    Vernissage 03.04.25 / 19 Uhr

    Wertfrei betrachtet, ist der Übergang ein Dazwischen inmitten zweier Zustände. Ein Übergang ohne ein Davor und ein Danach ist nicht möglich. In diesem Zusammenhang wird der Zustand des Übergang als nachrangig begriffen. Das ist insofern bemerkenswert, da befreit von dieser Klammer der Übergang immer und überall vorherrscht. Der Übergang ist das Jetzt und ein permanentes Ereignis.

    Die Bilder von Jurek Rotha zielen auf diesen entkontextualisierten Blick, der die ästhetische Dimension in den Mittelpunkt rückt. In der reinen Betrachtung wird aus der verwahrlosten Szenerie eine Anordnung von Formen und Farben, die einen chaotischen Prozess abbildet. Malerei, wie sie Jurek Rotha anwendet, bildet dabei das ideale Medium, um das Wesen dieses Übergangs darzustellen. Sie schafft Abstand und gibt den Blick frei auf die Schönheit des Vorgefundenen, was als „Natur“ erfahrbar wird. Natur meint hier, den beständigen Wandel der Physis durch Entstehen und Vergehen. Der nüchterne Blick auf die Schönheit ist dabei nie hundertprozentig und so mischt sich immer das Wissen um den eigenen Verfall in die Betrachtung.

    Verbundenheit schafft Erleben und letztendlich die Grundbedingung, sich dem Kunstwerk zu nähern.

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  • Chris Löhmann „Ich habe gesehen. Hört und seht, wenn ihr könnt.“

    23.01.25–08.03.25

    Vernissage 23.01.25 / 19 Uhr

    Chris Löhmanns Bildwelten sind radikal.
    Radikal bedeutet hinab zu steigen, auf den Grund gehen, in die Unterwelt der persönlichen und kollektiven Sedimente.
    Kultur und Geschichte verdichten sich in Existenzen und Landschaften, aus deren Wunden das Neue sprießt. Keine Auferstehung ohne Abgrund.
    Löhmann arbeitet aus seiner Person heraus. Seine Bilder sind nicht abstrakt, nicht konstruiert. Sie sind Kärnerarbeit des Da-Seins. Das Graben im Dreck. Nur so lassen sich Schätze heben. Vom Kleinen zum Großen. Vom Eigenen zum Anderen. Vom Hier, die Welt erfassen.

    Gezeigt werden Zeichnungen und Druckgrafiken des in Königstein/Sachsen lebenden Künstlers und Absolvent der HfBK Dresden.
    Die komplexen, erzählerischen und bildgewaltigen Arbeiten der letzten Jahre sind eine Premiere in Leipzig und grandioser Auftakt des Ausstellungsjahres 2025 der Galerie.

    Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher gedruckter Katalog. In digitaler Version zum herunterladen auch hier als PDF.

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  • Das Große Fressen

    15.11.24–10.01.25
    Vernissage 14.11.24 19 Uhr

    Der Mensch unterscheidet sich vom Tier in seiner Fähigkeit, äußeren Reizen nicht unbedingt nachgeben zu müssen. Das Bewusstsein ermöglicht es ihm seine sinnlichen Eindrücke zu bewerten und ggf. Abstand zu nehmen…konnte man meinen.

    Während in früheren Zeiten der Überfluss einer kleinen Bevölkerungsschicht vorbehalten war, hat der Kapitalismus den Massenkonsum mit all seinen raffinierten und plumpen Möglichkeiten geschaffen.

    In der Gruppenausstellung beschäftigen sich die Künstler mit unterschiedlichen Aspekten von Konsum und „dem Zuviel“. Die Ausstellung soll nicht moralisch werten, sondern aufzeigen, welche Facetten die einstige Todsünde heute zeitigt.

    mit: Nora Arrieta, Daniel Grams, Rainer Jacob, Stephan Kopiczinski, Timo Leithäuser, Robert Matthes, Thomas Fiebig

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